Bitte wählen Sie den gewünschten Monat aus. Falls Sie Hinweise zu Motiven ohne Bildunterschrift haben ( Namen von Pflanzen oder Tieren ) teilen Sie mir diese bitte über das Kontaktformular mit. Danke.

30.12.2014
Glaubt man der Prognose steigt die Temperatur im Verlauf des morgigen Tages bis auf 2°C an und es beginnt leicht zu regnen.
Ganz abgesehen davon, dass es sich "anfühlen" soll wie -2°C?
Ein letztes Mal(?) fast ganz in Weiß im alten Jahr.


29.12.2014
Noch viel zu früh und trotzdem ist die Sehnsucht schon sehr groß.
Licht

Dunkle Figuren
kahler Bäume
wirft das Licht
auf den Schnee
Trillernd ruft
der Grünfink
Fordert er schon
zum Singen auf?
Umstrahlt von Licht
hängen Meisen
im Geäst der Birke
Köpfchen nach unten
Zögernde Schritte
der bereiten Natur
werden hell erleuchtet
Das Licht
es durchstrahlt
alle Hoffnungen
zum Nahen des Frühlings



Vergängliche Spuren: Taschenbuch – 18. August 2014 von Miki Sakamoto (Autorin), Josef H. Reichholf (Nachwort)

An der Spree.


28.12.2014
Seit 2006 hatten wir nur im Jahr 2010 (5. Bild) am 28.12. eine geschlossene Schneedecke.


27.12.2014
Noch ein paar Bilder zum 27.Dezember.


27.12.2014
Nun ist es doch Winter geworden und es soll kalt bleiben. Nach den neusten Prognosen wird allerdings nicht viel Schnee dazukommen.
Es gibt fast für jedes Erlebnis ein passendes Sprichwort: "Sag niemals Nie." So viel zu den Motiven und zum Bild des Monats Dezember (siehe 23.12.).
Heute war ich gegen 10 Uhr auf dem Weg zu einem Berg, der besonders im Winter seinem Namen alle Ehre macht. Zufällig gemeinsam mit einer Familie mit 4 Kindern und Großeltern machte ich mich vom Parkplatz aus auf den Weg. In der Hoffnung, dass sie nicht den selben Weg wie ich nehmen, erreichte ich meinen Standort bei ca.-8°C. Der Wind stand günstig.
Bereits nach einer knappen Stunde sah ich die ersten Hirsche des Rudels im Hochwald auf gut 200m. Sie zogen gemächlich in meine Richtung. Jetzt gab es nicht mehr viel Möglichkeiten, aber das die Tiere
sich mir auf eine Distance von 40-50m vertraut nähern hatte ich nicht zu hoffen gewagt. Ich hatte meinen Standort so gewählt, dass eine kleinere Distance für die Tiere unmöglich war. Nachdem ich die ersten Bilder auf größere Entfernung gemacht hatte, dämmte ich das Auslösegeräusch der Kamera mit einer dicken Jacke. Jetzt galt es, auch den Auslöser mit Bedacht zu betätigen.
Die Tiere ästen unter der leichten Schneedecke und an den tiefsten Ästen eines kleinen Fichtenbestandes. Glücklicherweise legten sie sich nicht zur Ruhe, sondern zogen langsam weiter. Im ersten Fall wäre ein baldiges Verlassen der Szene unmöglich geworden. Als ich sie über 10 Minuten nicht mehr wahrnehmen konnte schlich ich mich zum Waldrand und machte mich zufrieden auf den Weg zum Parkplatz.
Wie es der Zufall wollte waren meine Begleiter wieder mit dabei. Dieses mal sogar noch weitere Wanderer mit vielen frei laufenden Hunden.
Ich begann zu ahnen welches großes Glück ich hatte.

Die Deutsche Wildtier Stiftung (http://www.deutschewildtierstiftung.de/) fordert:
1. Ab 31. Dezember ist die Jagd auf Rotwild einzustellen.(in Sachsen ab 31. Januar)
Nach Bundesjagdgesetz und der Gesetzgebung mancher Bundesländer darf Rotwild heute bis zu neun Monate im Jahr bejagt werden. Die Jagdzeit der Kälber und Schmalspießer endet erst am 28. Februar.
Am 1. Juni beginnt sie für Schmaltiere und Spießer bereits wieder. Erschwerend kommt hinzu, dass während der dreimonatigen Schonzeit bereits die Rehwildjagd und mit ihr eine Zeit starken Bejagungsdrucks in den Revieren beginnt. Unter diesen Voraussetzungen ist es faktisch unmöglich, Vertrautheit und Tagaktivität und damit eine natürliche Verhaltensweise des Rotwildes zu erreichen. Darüber hinaus würde die Jagdruhe im Januar und Februar dazu beitragen, Wildschäden an der Waldvegetation zu verhindern.
2.Das Nachjagdverbot auf Rotwild muß eingehalten werden.
3.In den Kernbereichen der Rotwild-Verbreitungs­gebiete sind Wildruhezonen auf Grundlage des Bundeswaldgesetzes auszuweisen.

Zum Schluß noch ein Zitat aus dem Schlußwort
"Ein Leitbild für das Rotwild-Management in Deutschland"
April 2004 von Ulrich Wotschikowsky VAUNA e.V.,82487 Oberammergau und Olaf Simon Institut für Tierökologie und Naturbildung, 64521 Groß-Gerau :

"Die Diskussion um den Rothirsch muss herausgetragen werden aus der ausschließlich jagdlichen und forstlichen Betrachtung. Die Gesellschaft hat einen berechtigten Anspruch auf Natur-und Wildtiererlebnis. Hierbei spielt der Rothirsch eine zentrale Rolle."
"Nicht im Tun, sondern im Unterlassen liegen nach unserer Ansicht die Chancen:
Also nicht in der Revier bezogenen Beeinträchtigung des Lebensraumes durch Menschenhand oder der aufwändigen Vernetzung von isolierten Populationen, schon gar nicht in ausgefeilten Fütterungs- und Forstschutztechniken – sondern im Gegenteil in weniger direkter Einflussnahme auf das Verhalten des Rotwildes. Ein solchermaßen ökologisch ausgerichtetes Management ist, wie wir meinen, die Voraussetzung dafür, dem Rotwild eines Tages wieder mehr Lebensraum zur Verfügung zu stellen."
Gerader Vierzehnender.
http://ketelwald.de


24.12.2014
Es ist zwar noch nicht zu merken, doch die Tage werden wieder länger.

Wir wünschen für die Feiertage und das neue Jahr Gesundheit, Zufriedenheit, Hoffnung und viel Licht.


23.12.2014
Bis zum Jahresende werden die Motive rar. Deshalb lege ich mich bereits heute auf das Bild des Monats Dezember fest.
Angeregt durch meine Unterhaltungen mit einem Menschen, dem diese Tiere sehr viel bedeuten und meine eigenen
Begegnungen mit Rotwild habe ich mich etwas näher mit diesen faszinierenden Tieren beschäftigt und einige interessante
Informationen zusammengetragen:
Der Rothirsch ist mit seinen bis zu 150 Zentimetern Schulterhöhe das größte, noch in freier Wildbahn lebende Säugetier in Deutschland. Auf den ersten Blick ist eigentlich klar, der Hirsch ist kein Tier des Waldes. Er liebt eher eine offene oder halboffene Landschaft, wie wir sie z.B. von Truppenübungsplätzen kennen. Vom offenen Land wurde der Hirsch schon im
19. Jahrhundert vertrieben. Es wurde teilweise so viel Rotwild geschossen, dass die Art gefährdet wurde. Das verbliebene Rotwild zog sich in die Wälder zurück.
In neun Bundesländern beschränken heute behördlich festgesetzte Rotwildbezirke seinen Lebensraum. Arttypische Wanderungen und eine Ausbreitung dieser Wildart sollen durch den Totalabschuss außerhalb von Rotwildbezirken verhindert werden. Lediglich in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und dem Saarland kann sich das Rotwild seinen Lebensraum selbst suchen. Reviere außerhalb der Rotwildbezirke sind rotwildfrei zu machen und zu halten,“ heißt es in der Ausführungsverordnung des Bayerischen Jagdgesetzes.
Neben Bayern mit Rotwildbezirken auf 14 % seiner Landesfläche darf in Baden-Württemberg, das sich im Landeswappen mit Rothirsch und Hirschstange ziert, der Rothirsch gar nur auf 4 % der Landesfläche existieren. Die Darstellung der Rotwildbezirke, also der Verbreitungsgebiete mit behördlich festgelegten Grenzen, unterstreicht, wie wenig Lebens raum dem Rothirsch in den Bundesländern mit einer restriktiven Rotwildpolitik zugestanden wird.
Der Rothirsch lebt in Deutschland in 140 ausgewiesenen Rotwildgebieten. Damit ist sein Lebensraum auf nur noch 15 % seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes reduziert. Er lebt weitgehend zurückgedrängt in die Waldgebiete und wird durch Abschussregelungen an einem Wechsel zwischen den ausgewiesenen Gebieten gehindert.
Für einen ursprünglichen Bewohner offener und halboffener Landschaften mit ausgeprägter saisonaler Wanderbewegung alles andere, als ein artgerechter Lebensraum.
Wildbiologen und Artenschützer fordern deshalb ein Schutzprogramm für das Rotwild. Tut sich nichts, sieht Professor Sven Herzog von der TU Dresden, die Art auf lange Sicht gefährdet. Der Rothirsch, der, wenn er kann, viele Kilometer weit läuft, darf in Deutschland (außer in Mecklenburg-Vorpommern, in Brandenburg, Niedersachsen und dem Saarland) nicht wandern.
Laut Jagdgesetz muss er in ausgewiesenen Rotwildbezirken bleiben, sonst wird er abgeschossen. "Ein genetischer Austausch ist so nicht möglich. Und das ist der erste Schritt im Aussterbeprozess.", sagt Sven Herzog, Autor verschiedener Studien zur genetischen Vielfalt des Rotwilds. In isolierten Gebieten wie etwa der Dresdner Heide stellte der Wildbiologe bereits besorgniserregende genetische Veränderungen fest. Andere Forscher beobachteten sogar Inzuchterscheinungen wie verkürzte Unterkiefer. "Nur die genetische Variation lässt eine Art überleben. Sonst kann sie sich nicht an den Klimawandel und an andere menschliche Einflüsse anpassen."
Quellen:
Freiheit für den Rothirsch
http://www.deutschewildtierstiftung.de/de/presse/pressemitteilungen/archiv-details/news/freiheit_fuer_den_rothirsch-2/
Die Rotwildverbreitung in Deutschland von Andreas Kinser, Kirsten Koop und Hilmar Freiherr von Münchhausen
http://rothirsch.org/wp-content/uploads/2014/0/AFZ2010_05_Rotwildverbreitung.pdf
http://rothirsch.org/unsere-positionen/jagdpolitik-der-laender/
Der Rothirsch darf nicht wandern mit Zitaten von Prof. Dr. Dr. Sven Herzog, Wildbiologe an der TU Dresden
http://jagdkritik.ch/archiv-wildtierschutz/495-der-rothirsch-darf-nicht-wandern.html


22.12.2014
Es ist sicher, das Wetter bleibt so oder es ändert sich. Nur ab wann?
An solchen Tagen kommt die Erinnerung an längst vergangene Erlebnisse. Ich habe aus den Monaten dieses Jahres jeweils zwei Motive ausgewählt.


21.12.2014
Wir fühlten uns heute, auch durch den unverhofften Sonnenschein, für 2 Stunden am Kemlitzbach wie im Frühling.
Hoffen wir, dass es den Wasseramseln nicht auch so geht. Es kann noch ein langer Weg bis zum Frühling werden.
Zu gut erinnern wir uns an das letzte Jahr (siehe Tagebuch Monat März 2013).


18.12.2014
Eine unverhoffte Begegnung in den tiefen Wolken des heutigen Regengebietes.
In solchen Momenten bin ich immer sehr froh, wenn ich unentdeckt bleibe, soweit das überhaupt möglich ist, und die Tiere ungestört weiterziehen.
Das Wetter geht ja in den nächsten Tagen so weiter:-( Nach dem 24.12 soll dann die Temperatur deutlich sinken. Lassen wir uns überraschen.
Im zweiten Bild ist ein stark bearbeiteter Ausschnitt zu sehen.


13.12.2014
Eine Erinnerung an den 12.-14. Dezember 2013.
Bis Ende des Jahres, spätesten Ende Januar haben die Rehböcke ihr Geweih abgeworfen. Für die Geweihentwicklung gilt im allgemeinen:
Jüngere Böcke werfen später ab und fegen später, als die älteren.


10.12.2014
Angeregt durch ein Gespräch mit einem Kollegen über Farbtemperatur bei Bildern mit Schnee habe ich drei Motive von gestern bezüglich der Farbtemperatur etwas geändert.
Mit Hilfe des heutigen Ausschnittes (18*12cm bei 300DPI) dieses Vierzehnenders will ich fünf verschiedene Farbtemperaturen zeigen.
Vieles in der Bildbearbeitung ist ja Geschmacksache, so auch in diesem Fall. Im ersten Bild ist der Weißabgleich mit Tageslicht aus der Kamera dargestellt.
Im zweiten Bild wurde der Weißabgleich mit Klick auf ein Pixel im Schnee gemacht. Alle weiteren Bilder sind jeweils etwas kälter entwickelt.
Es war schon kalt (ca.-3°C), aber so kalt wie im ersten Bild dann doch nicht. Die Temperatur im 2. Bild scheint mir jedoch deutlich zu hoch.
Fast hätte ich es vergessen, wer hat schon einen kalibrierten Bildschirm? Hier zum Thema ein Link http://www.fotocommunity.de/blog/.
Sehr interessant sind auch die Kommentare zum Artikel von Gunther Wegner.


09.12.2014
Windstille, Sonnenschein und der erste Schnee.


05.12.2014

Eine Empfehlung für alle, die an sachlichen Informationen über Wölfe interessiert sind: http://woelfeindeutschland.de/


04.12.2014
Die erste Dezemberwoche neigt sich bereits ihrem Ende zu. Ganz unverhofft zeigte sich heute die Sonne und ehrlich gesagt, es wurde höchste Zeit.
Als mich vorgestern ein Kollege fragte, was ich denn bei so grusligen Wetter mache, kam mir in den Sinn, dass auf dem Sofa liegen keine
alleinige Alternative sein kann. Heute Früh machte ich mich auf den Weg und es wurde ein Tag, an den ich mich immer wieder gern erinnern werde.
Zitat:http://www.schleswig-holstein.de/
"Hirsche leben mit Ausnahme der Brunftzeit während des gesamten Jahres in Abhängigkeit vom Alter in Junggesellenverbänden unterschiedlicher Größen zusammen (vgl.hierzu BÜTZLER 1974). Die Größe und Altersstruktur der Rudel ist unmittelbar ein Ergebnis der vorherrschenden Umweltverhältnisse und Rotwilddichte. In übersichtlichem Gelände mit großen freien Flächen wie z.B. auf Hochgebirgsalmen kann es zur Bildung großer Rudelformationen kommen (vgl. z.B. HALLER 2002). Innerhalb der Verbände herrschen mehr oder weniger große Altersunterschiede, meist handelt es sich jedoch um jüngere oder mittelalte Hirsche. Alte Hirsche, etwa ab zehn Jahren, leben häufig solitär. Ein wichtiges Kennzeichen der Hirschrudel ist im Vergleich zum Kahlwildrudel die Vereinigung von Individuen mit unterschiedlichsten genetischen Erbanlagen. Der männliche Rudelverband ist letztlich eine Art Interessengemeinschaft, welche die Vorteile des Rudellebens ermöglicht. Durch die fehlende familiäre Bindung ist der Zusammenhalt des Rudels wesentlich geringer und die Zusammensetzung größeren Schwankungen unterworfen. Zur Brunft lösen sich die Hirschrudel auf."
Über zwei Stunden konnte ich dieses Rudel junger und mittelalter Rothirsche (ca.10 Tiere) beim Äsen, Wiederkauen und Ruhen ungestört beobachten.