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20.10.2017
Gestern begann mit großer Wahrscheinlichkeit für die Gebirgsgemeinden die windige und dunkle Jahreszeit. Nach dem Mittag wälzte sich zwischen Hochwald und Lausche eine beeindruckende Windmauer aus dem Böhmischen über den Kamm des Zittauer Gebirges. Auch in Böhmen war es teilweise flächendecken dunkel und windig. Nachmittags hellte der Himmel auf und der eine oder andere Gipfel lag im Sonnenschein.
Auf vielen Bergkuppen mit Geröllfeldern kann man derzeit Rotschwänzchen bei der Nahrungsaufnahme beobachten. Sie sind mit die letzten Zugvögel die bald ihre Reise antreten. Auch in unserer Siedlung sind ihre Laute verstummt.


19.10.2017
Malý Stožec (Kleiner Schöber) (659 m)
Der Malý Stožec (Kleiner Schöber, 659 m) ist eine markante Phonolithkuppe etwa 1,5 km südwestlich vom Jedlová-Berge (Tannenberg), von dem er durch einen breiten Sattel getrennt ist. Auf dem langgestreckten Gipfel und den Hängen befindet sich eine Menge wild zerklüfteter Felsentürme mit steilen, im Südosten sogar überhängenden Felswänden, und ausgedehnte, mit einem lichten Buchenwald bewachsene Blockfelder.


16.10.2017
Postkartenwetter - Postkartenmotive
Das erste Mal am Zlatý vrch - Stříbrný vrch (Goldberg - Silberberg). Eine kleine Herbstwanderung.
"Der Zlatý vrch (Goldberg, 657 m) ist eine auffällige Bergkuppe, an deren südöstlichen Abhange wahrscheinlich um 1870 ein Steinbruch angelegt worden ist. Die in ihm aufgeschlossenen Basaltsäulen waren gut entwickelt und nur wenig zersprungen, sodass man hier bis zu 6 m lange Stücke brechen konnte. Wegen der grossen Beständigkeit des Basaltes gegen Meerwasser sollen sie nach Holland zum Bau von Pieren ausgeführt worden sein."
"Etwa 200 m südwestlich des Zlatý vrch (Goldberg), von ihm durch einen flachen Sattel getrennt, ist der niedrigere und nicht so auffällige Stříbrný vrch (Silberberg, 599 m) mit einem ähnlichen geologischen Bau. Auch an seinem Hange befindet sich ein grosser, längst verlassener Steinbruch, in dem die hier bis 10 m langen Basaltsäulen zu schönen fächerartigen Gruppen zusammengefasst waren. Heute sieht man in der Steinbruchwand nur kurze Bruchstücke unvollkommen entwickelter Säulen."
Zitate:http://www.luzicke-hory.cz/


15.10.2017
Abendstimmung
Mit der Weißabgleicheinstellung "Tageslicht" zaubert die gute alte 5D bei solch traumhaften Bedingungen wunderschöne Erinnerungen an diese
Landschaft. Seit mir ein Freund das Rotwild und damit diese Landschaft nähergebracht hat, habe ich sie in mein Herz geschlossen. Was ich in
diesem Teil Böhmens überhaupt nicht vermisse sind endlose Mais- oder Rapsfelder. Es scheint gar keine Ackerwirtschaft zu geben. In diesem
Hügelland, dem "Lužické hory" (Lausitzer Bergland) gibt es nur Wiesen und Wälder.
"... Das Lausitzer Gebirge habe ich vielleicht am liebsten. Zuerst war ich misstrauisch, sogar ironisch. Was sind das denn für Berge, wenn sie mit ihrer Höhe nicht einmal das Niveau der Böhmisch-mährischen Höhen erreichen? Bald begriff ich aber, dass es trotzdem wirkliche Berge, nur in einem etwas verkleinerten Massstabe sind. Ihre Gipfel ragen grossartig über die umgebende Landschaft, die Hänge der höchsten Berge sind mit Steinschutthalden bedeckt, aus den Wäldern steigen an vielen Stellen Felsengruppen, die einzelnen Kämme und ihre Gabelungen werden durch tiefe Tale getrennt. Und das alles ist in schöne, vielerorts noch die ursprünglichen Buchenbestände enthaltenden Wälder gebettet. Ich kenne keinen schöneren Ort als das Lausitzer Gebirge im Herbst."
Zitat:http://www.luzicke-hory.cz/ M. Sovadina, Jizerské a Lužické hory 6/97


14.10.2017
Goldener Herbst im Revier der Gämsen.
Der Berg bergrüßte mich gegen 10 Uhr im Sonnenlicht. Das hielt aber nicht lange an und eine dichte Wolkendecke legte sich über die Landschaft. Erst gegen 13 Uhr rissen die Wolken langsam wieder auf und es wurde ein toller Nachmittag.
Es war den Gämsen in diesen 5 Stunden anzumerken, sie genießen dieses Wetter. Wenn da nicht dieser Hund gewesen wäre. So gut sie auch den Menschen tolerieren, einen Hund und noch dazu einen so großen, tolerieren sie auf keinen Fall.
Ich muß gestehen meine erste Reaktion war ein hilfesuchender Blick nach einem geeigneten Stamm mit Ast, doch er war nicht an Beute interessiert. Wahrscheinlich war sein Herrchen auf dem Aussichtsturm ohne dass er seinen Hund angeleint hatte.
Nachdem die "Gefahr" vorbei war lehnte ich mich enttäuscht oder erleichtert(?) zurück. In den nächsten beiden Stunden passierte nichts mehr, so dass ich noch Gelegenheit hatte das letzte Licht des Tages einzufangen. Die Bilder dazu gibt es am Sonntag.


13.10.2017
Die Gämsen beginnen sich zu größeren Rudeln zusammenzuschließen. Auch die sonst meinst einzeln ziehenden Böcke finden sich ein
(Bild 3 und 6). Bald beginnt die Brunftzeit.
Den Augen der Geiss entgeht keine Bewegung. Sie kann sehr lange äugen bis Sie bei sich wiederholender und zu starker Störung einen Pfiff ausstößt, auf den hin das Rudel flüchtet. Man spricht dabei von einer sogenannten Aufpasser- oder Wächterfunktion. In der Regel flüchten die Tiere sehr organisiert, teilweise sehr langsam und nicht weit.
Bei unverhoffter Begegnung mit den Tieren ist Besonnenheit und Ruhe der beste Ratgeber. Meistens führt langsames Weitergehen von den Tieren weg dazu, dass erst gar keine ernsthafte Störung entsteht. Sicherlich liegt das auch an den guten Erfahrungen die die Tiere über Jahre mit dem Menschen gemacht haben. Im Gegensatz zum Rotwild werden sie nicht intensiv gejagt.


12.10.2017
Herbstmotive aus Böhmen.
Weitere Motive gibt es in den nächsten Tagen.


11.10.2017
Mit dem jungen Eisvogel gehen heute Grüße nach Großschönau.


10.10.2017
Noch einmal das Roschertal. Derzeit führt die Mandau für solche Aufnahmen zu viel Wasser.
Deshalb ein Motiv vom 26.10.2016 neu entwickelt.


09.10.2017
Ein kurzer Moment Licht.


07.10.2017
Mit dem "Goldenen Oktober" hat dieses Wetter nichts zu tun und doch gibt es Stimmungen in unserer Natur die entstehen nur bei diesem Wetter.


04.10.2017
Bei den Gämsen.
Gegen Mittag war ich am Nordhang des Berges eingetroffen. Zwei Stunden wollte ich dort am Lagerplatz der Gämsen warten. Vergeblich. Bis auf die Rufe der Raben und das feine Wispern einiger Goldhähnchen über mir, Nichts.
Gämsen mögen die wärmenden Strahlen der Sonne. Deshalb führte mich mein Weg an die Geröllfelder der Süd-Westseite. Frische Losung zeigte mir, dass einige Tiere den gleichen Weg vor mir gezogen waren. Wann? Wie weit?
Das Gelände und die Bäume ausnutzend gelangte ich an den erstmöglichen Lagerplatz. Bereits von Weitem war klar, mehrere Tiere lagerten an der Grenze zwischen Grasland und Geröll. Es war ebenfalls sofort klar, dass es keine Möglichkeit gab die Distance weiter zu verkürzen. Also richtete ich mich hinter einen dicken Buche so gut es ging ein.
In den folgenden zwei Stunden verdunkelte sich der Himmel immer mehr und der Wind gewann an Stärke. Nach der Ruhephase und der anschließenden Äsung begannen einige Tiere den Hang Richtung Osten zu verlassen. Dabei hatten sie alle Zeit der Welt. Erst als die letzen aktiv wurden zogen die ersten über das Geröllfeld. Selbst als alle Tiere am Horizont verschwunden waren dauerte es reichlich 5 Minuten bis das "Gesicht" des letzten "Wächters" unsichtbar wurde.
Auch bei den Gämsen wird es bald Winter. Bereits Anfang November kann die Vegetation unter einer dicken Schneedecke verschwinden. Gleichtzeitig beginnt die Brunft der Gämsen.
Je nach Witterung werden sich die Tiere im Laufe des Winters an den Fütterungen einfinden. Bis dahin werden einige Kitze bereits verendet sein. Auch ich konnte einen teilweise großen Entwicklungsunterschied zwischen einzelnen Kitzen feststellen. Der relativ hohe Kitzverlust vor allem am Ende der Säugezeit ist vermutlich auch auf Probleme bei der Nahrungsumstellung zurückzuführen.


03.10.2017
Rehwild im Portrait. 17 - 18.15 Uhr
Da ist er, der dritte starke Bock am Bach. Bisher hatte ich ihn nur ein Mal gesehen. (15.8.2017)
Als am Nachmittag das erste Mal Sonnenstrahlen die Landschaft erhellten kam mir der gut gemeinte Hinweis von Rehwildexperten in den Sinn nach, denen Rehwild nach lang anhaltenden Regenfällen dankbar für wärmende und trocknende Sonnenstrahlen ist.
Ich machte mich auf in das Revier am Bach. Gerade angekommen viel ein erneuter starker Regenschauer vom Himmel, der zugegeben meine Aufmerksamkeit auf die Technik lenkte, denn ein Regenschirm war zu hinderlich. Gegen 17 Uhr war ich fast am Ziel meiner "Pirsch". Da lag er, ca. 25m vor mir am Bachrand auf der Waldseite. Er hatte mich nicht bemerkt. Es gab kein vor, aber auch kein zurück mehr. Guter Rat war teuer.
Ich entschloß mich, zu warten bis der Regen aufhört. Blauer Himmel war aus Nordwesten bereits zu erkennen. In diesen Minuten, hatte ich genug Zeit verschiedene Szenarien zu überdenken. Ginge es nach mir, sollte der Bock den angekündigten Sonnenschein nutzen und über den Bach auf die noch nicht gemähte Wiese wechseln. Es ging aber nicht nach mir.
Nach Wiederkauen und langer Körperpflege hatte sich das Tier für den Wald entschieden. Ich war froh so gut es ging in der Zwischenzeit ein paar Bilder gemacht zu haben und das der Wind konstant geblieben war.
An meiner Beobachtungsstelle angekommen war noch gut eine Stunde Zeit. Die Sonne war untergegengen und ich packte meine Sachen ein ohne auch noch ein Tier zu sehen. Schade, dass der Rehbock nichts von seiner Vorliebe für warme, trocknende Sonnenstrahlen wußte.


03.10.2017
Rotwild im Portrait.
An solchen Tagen wie heute gibt es die Gelegenheit die Ordner der letzten Wochen zu "Entrümpeln" und sich an Erlebnisse zu erinnern, an die guten und auch weniger guten. Zu den schönsten Momenten des letzten Monats gehört zweifelsfrei eine Nahbegegnung mit einer Hirschkuh und ihrem Kalb. Die Szene dauerte ca. 15 Minuten auf ca. 20-25m und das Beste daran, ich habe nicht gestört, auch nicht aus Versehen.


02.10.2017
Die Rotwildbrunft ist auch in einem der "teuersten" Jagdreviere Böhmens vorbei.
Fast schon beängstigend diese Stille. Plötzlich tauchen die jüngeren und schwächeren Hirsche wieder zusammen mit Kahlwild auf.
Wo sind sie hin, die "Schreihälse" der letzten Wochen? Sie haben sich zurückgezogen um auszuruhen und ihre Energiereserven aufzufüllen.
Bald wird es Winter.


01.10.2017
Ein paar Stunden im Teichgebiet Niederspree.
Wieder einmal viel gehört und wenig gesehen. Die starken Hirsche bekommt man nur mit sehr viel Ausdauer oder noch mehr Glück zu sehen. Warum sollten sie auch das Revier wechseln so lange das Kahlwild standorttreu bleibt, zumal die Wasserstände in den betroffenen Gebieten dieses Jahr sehr hoch sind. Fast schon absurd, ein Naturschutzgebiet in dem gejagd werden darf. Wenn man Pech hat knallt es mitten am Tag. Die ersten Schüsse fielen am Sonnabend gegen 18 Uhr.
Was tut der Mensch nicht alles fürs Geld bzw. für die Befriedigung seiner niedrigsten Bedürfnisse.
Wild in Sachsens Flur und Wäldern bewahren!
"Eine besondere Aufgabe entfällt hierbei auf die Hegegemeinschaften, die derzeit entsprechend Bundes- und Landesjagdgesetz lediglich ein privatrechtlicher Zusammenschluss sind. Nur durch eine flächendeckende, sprich lückenlose Hege mit einheitlichen Hegezielen unter Rückgriff auf ein integriertes Wildtiermanagementkonzept auf wildbiologischer Grundlage, wie es derzeit von der Technischen Universität Dresden aus Mitteln der Jagdabgabe, am Beispiel der Hegegemeinschaft Erzgebirge erarbeitet wird, ist es möglich einen Lösungsansatz zu finden, der die Lebensräume des Wildes verbessert, somit zur Verringerung von möglichen Wildschäden beiträgt und eine praxisnahe Jagdausübung unter Einhaltung der Grundsätze weidgerechter Jagd sicherstellt." Zitat: LJV Sachsen
Da staunt der kleine Jagdpächter mit seinem grünen Abitur.
Wer kann da schon dagegen sein, oder?
Aus meiner Sicht ist der derzeit herrschende Jagdtourismus während der Brunft nicht nur besonders feig sondern auch ein kaum noch zu steigender
Kommerz. Wenn man dann noch bedenkt, das das Fleisch für den Verzehr wertlos ist, ... .
Ein Abschuß eines Rothirsches ab AK 2 kostet den Anwalt aus Dresden unter 10 Kg bis zu 5.000,00 €. Nach oben offen.(www.forst-bertikow.de)
Dafür fährt er seinen neuen SUV schon mal rückwärts in den Graben.
Viele Bilder und Infos zum Thema Rotwild auch vom 01.10.2016 - 05.10.2016.