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15.09.2018
Bei Licht und in Farbe - ein Rotwilderlebnis.
Bis nach 19 Uhr war es heute still in diesem Teil der Böhmischen Wälder und wir dürfen gespannt sein, ob der Zwölfender dieses Rudel behalten wird.
Die Rotwildbrunft hat gerade erst begonnen.
Gut zwei Stunden war ich nun unterwegs und fast schien es, als wenn es hier nie Rotwild gegeben hätte. Der Wind machte bei diesem Gelände wie immer was er wollte und nur ab und zu knarrten Äste und unterbrachen, wie das Rauschen der Blätter im Wind, die Stille.
Mein Entschluß stand fest, noch bis zum "Wildacker", einer kleinen, künstlich angelegten, umwaldeten Lichtung am Westhang der mit Buchen bewachsenen Kuppe. In einer knappen Stunde konnte ich sie ohne Zwischenfälle erreichen. Auf den Wind und jeden Schritt achtend kam ich dort gegen 16 Uhr an. Ich entschied mich spontan bis gegen 19 Uhr zu bleiben. Bereits nach wenigen Minuten nahm ich eine Hirschkuh mit Kalb zwischen den teils mächtigen Stämmen der Buchen wahr. Es dauerte gut 30 Minuten bis die Beiden gemeinsam mit einem Spießer den schützenden Wald Richtung Lichtung verließen. Ihnen folgten zügig die weiteren Tiere des kleinen Rudels.
Meine ganze Aufmerksamkeit galt, in der Hoffnung auf den König der Wälder, weiterhin dem Dunkel des Waldes. Mit großem Abstand wechselte ein starker Zwölfender auf die Lichtung und schloß sich dem äsenden Rudel an.
Da saß ich nun, allein durch einen dicken Buchenstamm "getarnt", auf ca. 30-40m zum Wild und erlebte die beiden schönsten Stunden der letzten Wochen. Der Wind stimmte und das Licht konnte kaum besser sein. Der Zwölfender blieb still und auch aus der Umgebung drang kein Schrei an seine Lauscher. Der Spießer hielt zu ihm angemessenen Abstand und legte sich auf 10m rechts von mir an den Rand der Lichtung.
Nachdem einige Kälber und auch der Hirsch geruht hatten, verließ das Rudel gegen 18.30 Uhr die Lichtung hangabwärts.


14.09.2018
Motive in S/W.
So trostlos das Licht im September derzeit erscheint, ist es doch gut so. Der Regen ist noch lange nicht genug und es wird auch wieder heller.
Was machen wir nun mit der Sonne? Verschieben wir sie wieder mit Hilfe der Uhrzeit nach unserem Ermessen oder lassen wir alles wie es ist?
Letzteres wiederspricht der "Natur" des Menschen. Er muss ständig etwas verändern. Er nennt das auch "Mit der Zeit gehen."
Dabei bewertet er seine eigene Existenz und seine Bedeutung für den Lauf der Zeit vollkommen falsch. Wir alle müssen mit der Zeit gehen.
Das scheint im Leben die einzige Gerechtigkeit auf dieser Welt zu sein.
Mehr Populismus geht nicht.
"Dann machen wir das so." meint Jean Claude Juncker.
Gerade mal ein Prozent der Bevölkerung Europas hat im Netz über die Zeitverschiebung abgestimmt. Bei den ca. 4 Millionen waren rund 3 Millionen Stimmen aus Deutschland. Dem gegenüber gibt es wesentlich wichtigere Dinge vor deren Entscheidung man die Menschen befragen sollte. Da würden sich vielleicht sogar echte Mehrheiten bei der Beteiligung ergeben.
Warum verschieben wir die Sonne nicht gleich um zwei oder sogar drei Stunden oder noch besser, wir verändern gleichzeitig die Anzahl der Stunden pro Tag. Sagen wir auf Achtundvierzig. Da bekanntlich Zeit Geld ist, hätte jeder was davon. ;-)


12.09.2018
Der Mäusebussard.


11.09.2018
Während viele Zugvögel bereits unterwegs in die Winterquartiere sind fliegen unsere Stare noch jeden Abend pünktlich zum Sonnenuntergang
in ihren Schlafplatz im Schilf.
Wie jeden Abend holt sich der Sperber seinen Anteil.


09.09.2018
Jeden Abend eine etwas andere Stimmung zum Sonnenuntergang am Teich.


08.09.2018
Am Eisvogelteich.
Geduld ist die "Mutter" des Erfolges. Leider nicht immer.
Die Blaugrüne Mosaikjungfer - Aeshna cyanea (Müller, 1764); Gattung : Aeshna – Mosaikjungfern ; Familie : Aeshnidae – Edellibellen
Eine Gebirgsstelze.
Die Gemeine Heidelibelle (Sympetrum vulgatum).
Eine Azurjungfer - aber welche?
Das abendliche Starenbild - 19.23 Uhr.


07.09.2018
Wieder einmal kam alles anders als gedacht.
Mein Weg führte mich ostwärts um den Gipfel des kleinen Berges und ich war frohen Mutes. Gestern hatte ich vom Auto aus gegen 19 Uhr ca. 20 Hirsche ausgemacht. Zeit hatte ich noch genug und meine ganze Aufmerksamkeit galt dem steilen Berghang an dem ich schon früher Gämsen wargenommen hatte.
Ich hatte Glück und die Gämse nichts gegen ein paar Bilder.
Nach fast einer Stunde näherte ich mich vorsichtig dem Waldrand am Nordhang des Berges. Dahinter fällt der Hang steil in ein mit Buchen und Fichten bewaldetes Tal. Immer wieder vernahm ich Laute, die auf ein Hirschrudel in Bewegung deuteten. Gegen 19 Uhr traten die ersten aus dem Talkessel auf die Äsung.
Die Hoffnung mehr von ihnen zu sehen stieg und war leider mit dem fallenden Schuss dahin.


05.09.2018
Ein wunderschöner Sommerabend mit Freunden.
Das erste Mal erlebten wir, wie zigtausend Stare ihre erste Entscheidung im Schilf des Henkerteiches niederzugehen noch einmal änderten.


04.09.2018
Auch an der Mandau sind junge Eisvögel unterwegs.
Jungvögeln einer zweiten Brut oder Fütterungen einer dritten Brut konnte ich nicht beobachten.
Vorgestern war ich fast der Meinung, dass ein Teil der Stare bereits auf dem Zug ist, heute Abend waren sie alle(?) wieder da.
Da es keinen Greifvogelangriff gab, hatten sie keinen Anlaß großartige Flugbilder zu zeigen.


03.09.2018
Ein kleiner Nachtrag zum 30. August.
"Rotwild kommt mit Ausnahme der Stadtstaaten Berlin und Bremen in allen Bundesländern vor. Statistisch gesehen beschränkt sich seine Verbreitung aber lediglich auf jeden vierten Hektar. Ein wesentlicher Grund sind hierfür die sogenannten Rotwildbezirke. In einigen Bundesländern schreiben sie das Vorkommen von Rotwild in einem Gebiet per Gesetz fest. Außerhalb dieser Gebiete besteht ein zum Teil strenges Abschussgebot.
In Baden-Württemberg, das sich im großen Landeswappen durch Rothirsch und Geweihstange ziert, muss Rotwild per Gesetz auf 96 % der Landesfläche ausgerottet werden. Rotwildbezirke oder -gebiete, Bewirtschaftungsbezirke oder Bewirtschaftungsgebiete für Schalenwild, wie sie in den unterschiedlichen Bundesländern genannt werden, sind eine in Europa einmalige Regelung."
Zitat:http://www.rothirsch.org/
Wer sich mit dem Rotwild im Netz beschäftigt wird bald darauf kommen, dass sich in den letzten, sagen wir einhundert Jahren ein Monstrum an
Behörden, Forschern, Fachleuten und Experten an Universitäten, in Instituten und Anstalten entwickelt hat, welches vollständig bzw. teilweise
von diesem Tier lebt. Dazu gehört auch die Politik, die letztendlich für die unterschiedliche "Rotwildpolitik" in den Bundesländern verantwortlich ist.
Auf unzähligen Tagungen, Symposien usw., legen diese Menschen regelmäßig dar, was gut und richtig für das Rotwild wäre. Dabei hat natürlich jeder
seine eigenen Interessen, die vielfach allein schon durch den ausgeübten Beruf begründbar sind.
Dabei gehen die Rotwildgebiete in Baden-Württemberg gehen immer noch auf das Reichsjagdgesetz aus dem Jahr 1934 zurück.
Dabei beschreibt der Begriff Rotwildgebiet ein Gebiet in dem Rotwild leben darf und der Begriff"Rotwildbezirk" die Gebiete in denen das Rotwild per
Gesetz ausgerottet werden muss!

Aus meiner Sicht in der heutigen Zeit ein Skandal, ganz allein damit "begründet", dass Menschen, an denen die letzten 100 Jahre Evolution
vorbeigegangen sind, darüber zu entscheiden haben, was leben darf und was nicht. Dabei habe ich mir noch gar keine Gedanken darüber gemacht,
ob und gegebenfalls wie Rotwild "bewirtschaftet" werden sollte.
Ich freue mich jedenfalls, dass es in nicht allzugroßer Entfernung Möglichkeiten gibt, diese edlen Tiere zu beobachten und bin dabei einem Freund
dankbar, dass er mir diese Tiere vor einigen Jahren nähergebracht hat.


02.09.2018


01.09.2018
September 2018 - SandsteinSchweizer - 102. Ausgabe
"Der Star war lange Zeit ein Allerweltsvogel und fast überall zu beobachten. Gärtner und Obstbauern fürchteten ihn, wenn er in großen Schwärmen in die Kirschbäume einfiel. Noch während der drei sächsischen Brutvogelkartierungen zwischen 1978 - 2007 wurde der Bestand mit 100.000 bis 200.000 Paaren beziffert. Doch das ist jetzt nicht mehr so. Seit der Jahrtausendwende gibt es einen anfangs kaum bemerkten, schleichenden Rückgang dieser Art. Es fehlt an Lebensraum, Brutmöglichkeiten und vor allem an Nahrung, wobei er da gar nicht so wählerisch ist."
Ulrich Augst, MA Nationalpark Sächsische Schweiz "Der Star – Vogel des Jahres 2018"