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31.12.2018
Der finsterer Dezember verabschiedet sich mit einem hellen Tag, der für die überwiegende Mehrheit der Menschen etwas "Besonderes" scheint.
Was es genau ist bleibt mir verschlossen. In diesem Moment versuchen einige dieser Menschen die bösen Geister in unserer Siedlung zu vertreiben und damit das neue Jahr zu begrüßen. Sie sollten dazu in den Keller gehen, sie und die Umwelt hätten mehr davon.
Ein Jahr, dass noch schneller vergangen ist wie das Jahr davor.
Ich halte es eher mit Urban Priol, egal was wir auch tun und glauben, ob wir es wollen oder nicht, das neue Jahr wird mindestens wieder genau so bescheuert wie das alte war. Die Welt (die Menschen) wird(en) von Jahr zu Jahr verrückter.
Machen wir, jeder einzelne von uns, das Beste daraus.
Eingerahmt vom Motiv des Monats, ein Pärchen Mittelsäger, ein Pärchen Nilgänse, eine Rohrammer und ein Mäusebussard.


30.12.2018
Kein gutes Mäusejahr.
Während auf den Wiesen und Feldern und auf den darauf aufgestellten Sitzhilfen keine Turmfalken und Mäusebussarde zu sehen
sind taucht zum Jahresende der erste Raufußbussard auf.
Er wird wohl weiterziehen müssen.


28.12.2018
Gegen 11 Uhr machte ich mich auf den Weg zum See. In Einem war ich mir sicher, darin, bei diesem Wetter ziehmlich einsam zu sein.
Ich hatte glücklicherweise recht, wenn man von den ersten ..., die mit Böllern ausgerüstet durch die Natur toben müssen, absieht.
Sie versuchen bereits seit Beginn des Verkaufes ein Vakuum mit Lärm zu füllen, um das Leben zu ertragen.
Sind wir nachsichtig mit ihnen, sie können nichts dafür.
Seltsamerweise war fast die gesamte Wasserfläche verwaist. Dafür konnte ich bei meinen heutigen Beobachtungen meinen bisherigen Erfahrungsschatz in Bezug auf das soziale Verhalten der Bartmeisen erweitern. Ich bedaure es zutiefst, davon keine Bilder zeigen zu können (1.Bild). An hand dieser Szene kann man nur erahnen, wie diese Beiden nach dem Bad miteinander umgegangen sind. Mehrere Minuten lang putzten sie sich gegenseitig das Gefieder. Wir können es ihnen nicht verübeln wenn, obwohl sehr zutraulich, sie sich dabei dem Blick des Menschen und damit auch den Blicken ihrer Feinde entziehen.
Baden und Gefiederpflege passieren in relativ kurzen Pausen von der Nahrungsaufnahme im unteren Viertel des Schilfes. Die allermeiste Zeit sind die Tiere von früh bis spät damit beschäftigt Nahrung aufzunehmen, um ihren Energiebedarf zu decken.
Im Vergleich zu den Vögeln, betreibt der Mensch in Deutschland, bei dem fast alles über Geld und Zeit ins Verhältnis gesetzt werden kann, für den Nahrungserwerb einen sehr viel geringeren Aufwand.
Zwischen 12-15% seines Einkommens wendet er für Nahrungsmittel auf. Wenn wir den Teil, der für eine halbwegs gesunde Ernährung überflüssig ist abziehen, ist es wahrscheinlich noch viel weniger. Vielfach wird bereits nebenbei oder "TO GO" konsumiert.
Dafür sind wir in der Lage mit einem relativ großen Teiles unseres Einkommens und entsprechend viel Zeit, viel Unsinn zu treiben.
Zum Beispiel vor dem Jahreswechsel die Böller testen oder Bartmeisen beobchten. ;-)


28.12.2018
Ein gar nicht mal so seltener Gast auf unserem Kirschbaum - der Sperber.
Besonders im Winter bieten die vielen Vogelfütterungen in unserer Siedlung genug Nahrung.


27.12.2018
Plötzlich war es da, das Licht. Wohin damit?
Zwei Motive aus der Ferne. Der seltene Gast, die Eiderente und die Höckerschwäne im letzten Licht des Tages.
Er war bisher ein großes Glück, der wiederholt langanhaltende leichte Regen. Gierig wurde er überall vom Erdreich aufgesogen
und auch der O-See füllt sich langsam wieder. Auch unsere Bäche führen wieder normal Wasser.
Wie groß die Schäden an Laub und teilweise Nadelbäumen sein werden ist allerdings auch vom Verlauf und Menge des Niederschlages´
im gesamten nächsten Jahr abhängig.


26.12.2018
Besucher des O-Sees paarweise: Die Rohrammer (1/2), die Zwergsäger (3/4 zwei Paare) und natürlich die Bartmeisen (5-8).


25.12.2018
Was macht man nur in einem der finstersten Monate des Jahres in dem das Motiv des Monats eigentlich wieder die Bartmeise ist?
Das Motiv des Dezembers ist bei feinstem Licht und in Farbe, der bei uns nur im Winter anzutreffende seltene Mittelsäger (Bilder 1 und 2).
Dieses tolle Licht ist schon eine ganze Weile her und die Vorhersagen sind, gelinde gesagt, schlecht, sehr schlecht.


24.12.2018
Mit diesem Kalender im A2 Format gehen herzliche Grüße nach Chemnitz.


Hier gibt es alle Seiten als Flash zum blättern.


24.12.2018
Nach meinen heutigen Rehwildbeobachtungen aus der Ferne hat sich bestätigt, dass die Böcke zum überwiegenden Teil ihre
Stangen abgeworfen haben. Mit etwas Glück kann man sogar beide Stangen gleichzeitig finden.
Ob ich dieses Glück heute hatte verschweige ich, denn viel darüber erzählen sollte man nicht.
"Absurdität des Jagdrechts:
Findet ein Spaziergänger die Abwurfstange eines Rehbocks und nimmt sie als Erinnerung mit nach Hause, so hat er eine Straftat begangen. Denn die Abwurfstange ist Eigentum des Revierpächters oder Eigentümers.
Würde die Abwurfstange von niemandem gefunden, wäre sie nach wenigen Monaten verschwunden, zernagt von Mäusen, die ihren Kalzium - und Phosphorbedarf über diese Stange gedeckt hätten. Der Rehbock, der diese Stange trug, ist herrenlos, erst der tödliche Schuss des Jagdausübungsberechtigten (immerhin 25 Buchstaben!) macht ihn zu Eigentum.
Hätte sich der Spaziergänger an der Abwurfstange eines starken Rothirsches „vergriffen“, hätte er nicht nur eine Straftat begangen, nein, die grüne Zunft hätte ihn moralisch in Acht und Bann geschlagen.
Wenn aber Jäger in einem Naturschutzgebiet – in den meisten Naturschutzgebieten darf leider gejagt werden – allein durch ihre Anwesenheit, verstärkt noch durch Schießerei, frei lebende Tiere in Furcht und Stress versetzen, dann ist das gesetzkonform, d. h. gedeckt durchs Jagdgesetz.
Absurde Welt!"
Zitat: Dr. Reinhard Scharnhölz, Jahrgang 1943, Tierarzt im Ruhestand, seit 1979 im Rheinland lebend;
u. a. Mitglied der DGS (Deutsche Gesellschaft für Säugetierkunde e.V.)

Radioempfehlung zum Jahreswechsel Mensch und Natur https://www.deutschlandfunk.de/
"Das Sonderprogramm versammelt unter dem Titel „Mensch und Natur“ 22 Sendungen: Vom 23. Dezember 2018 bis 6. Januar 2019
hören Sie Hörspiele, Literatur und Dokumentarisches zum Thema."


23.12.2018
Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand. Charles Darwin (1809 - 1882)
Als ich am Donnerstag diese Schlagzeile in der SZ fand,
"Die große Anlage in Waltersdorf ist nun in Betrieb - und der Alpine Skiverein lädt zum "Warm-up".
hatte ich gleich kein gutes Gefühl. Nicht wegen des völlig überflüssigen Anglizismus, sondern wegen der schon lange
angekündigten Temperaturen.
Heute habe ich mich selbst davon überzeugt was in einem solchen Fall passieren kann.
Da ist es wohl beim "Warm-up" etwas zu warm geworden. ;-)


20.12.2018
Für dieses Jahr wohl die letzten Winterlichen Impressionen vom Olbersdorfer See.
Zwei fast farblose Motive, Kormoran und Nilgänse, eingerahmt von den zarten Pastelltönen der Bartmeisen. Wenn sie weiterziehen
werde ich sie vermissen.
Im "Flachland" scheint der letzte Schnee für das alte Jahr gefallen. An der Lausche hat der Liftbetreiber ein "Warm Up" angekündigt,
was allerdings ganz anders gemeint ist.


19.12.2018
Eingerahmt mit der wenigen, aber um so schöneren Farbe dieses reizenden Motives, der Olbersdorfer See in S/W.
Noch kämpft der Böhmische Wind gegen die heranziehenden Niederschläge aus Westen. Was allerdings recht sicher ist, es wird in
den nächsten Tagen kaum ein Sonnenstrahl auf seine Wasserfläche treffen und Morgen fallen die letzten Schneeflocken in diesem Jahr. :-(


18.12.2018
Auf der Suche nach dem Licht.
"Versuchen zu leben und zu lieben,
mit einem Herz, das nicht gebrochen werden kann
ist wie der Versuch, das Licht mit Augen zu sehen,
die nicht geöffnet werden können."
Zitat: Thompson Square - Glass
Songwriter: Jon Nite / Ross Copperman
Songtext von Glass © Sony/ATV Music Publishing LLC, Mccg LLC


15.12.2018
Während die einen auf sich warten lassen sind die Gäste aus Tschechien noch da.
Die Bartmeisen.
Als ich gegen 11 Uhr den Strand des O-Sees erreichte streifte ein frischer Nordwind über die Wasseroberfläche und aus Richtung Löbau
erhellte ein Lichtstreif den Himmel. Es schneite leicht. Ob ich sie heute finden werde?
Ein junger Mann entstieg gerade dem Wasser. Mich fröstelte leicht. Mit Geduld und etwas Glück konnte ich nach einer halben Stunde
erfreut 9 Vögel (4 Männchen und 5 Weibchen) ausmachen. Das derzeit vorherrschende Licht setzt sie hervorragend in Szene.
Die folgenden zwei Stunden vergingen wie im Flug.
Alle Aufnahmen wurden mit 1/500s; Blende 5.0; ISO 640 und canon 5DsR mit EF500mm f/4L IS II USM gemacht.
Bestand
Mit 20–40 Brutpaaren = 0,11–0,22 BP/100 km2 sehr seltener Brutvogel in Sachsen.
Nach den ersten Brutnachweisen der 1980/1990er Jahre bis zu heute 20–40 Brutpaaren deutliche Zunahme des sächsischen Brutbestands, was gleichermaßen (bzw. noch stärker) für die Herbst- und Wintervorkommen gilt. Hauptursache hierfür dürfte eine überregionale Bestandszunahme und Ausdehnung des Brutareals infolge der überwiegend milden Winter der zurückliegenden ca. 25 Jahre sein.
Lebensraum
Feuchtgebiete (Fischteiche, Grubensenkungsgebiete, ehemalige Spülkippen, Bergbaurestseen, Hochwasserrückhaltebecken) mit großflächigen, aber strukturierten Röhrichten aus Schilf, Rohrkolben u. a. Sumpfpflanzen.
Gefährdung und Schutz
Aufgrund der bisher wenigen und meist sehr labilen Ansiedlungen verdient die Art besondere Aufmerksamkeit. Sie wurde deshalb als extrem selten bzw. nur lokal vorkommend in die Rote Liste (RL R) aufgenommen. Unmittelbare Gefährdungen bzw. die Notwendigkeit spezieller Schutzmaßnahmen sind nicht absehbar. Die Brutgebiete sollten jedoch vor Störungen (z. B. durch Freizeitaktivitäten) abgeschirmt werden sowie von Schilfschnitt verschont bleiben.
Zitate aus: Brutvögel in Sachsen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie


14.12.2018
Erfolgreiche Fischjäger.
Zwei Steppenmöwen (Larus cachinnans). (?)


13.12.2018
Wie lange wird der wenige Schnee liegen bleiben?
An der Börse kann man auf "Grüne Weihnacht" setzen. die Chancen stehen gut.
Zwei mal Rehwild, zwei Bartmeisen und zwei Samtenten.


09.12.2018
Die Rohrammern.


08.12.2018
Ein recht heller Vormittag am Olbersdorfer See.
Aus berufenem Munde haben wir es erfahren, unsere Bartmeisen kommen aus Tschechien. Einer der weiblichen Vögel trägt einen Ring (Bild 8).
Leider ist es nicht gelungen die ganze Ringnummer abzulesen.


04.12.2018
Ein kleiner Rückblick aufs letzte Wochenende.
Seltene Gäste am Olbersdorfer See und eine/zwei? Erstsichtung/en.
Hoffentlich gehören die Enten nicht zu den invasiven Arten oder noch schlimmer, sie fressen alle Krebse und Muscheln im O-See
und diese sterben aus. So gesehen, bin ich froh, dass keine Menschen Interesse an diesen Seebewohnern haben(?).
Die Eiderente. - Die Samtente. - Der Mittelsäger.
Ist das nicht toll?
"Wildenten werden in jagdbare Arten mit Jagdzeit, geschonte und geschützte Arten eingeteilt. Nach der Bundesjagdzeitenverordnung werden Stockenten mit einer Jagdzeit vom 1. September bis zum 15. Januar und als weitere Wildenten mit einer Jagdzeit vom 1. Oktober bis 15. Januar Pfeif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Reiher-, Tafel-, Samt- und Trauerenten als jagdbare Arten festgelegt. Zu den jagdbaren Arten ohne Jagdzeit gehören die Säger. Alle anderen Entenarten zählen zu den geschützten Arten."
Zitat DeutscheJagdZeitung
Noch toller!
"So unterliegen eine ganze Reihe besonders geschützter Arten wie etwa Luchs, Wildkatze, Fischotter" (bestimmte Enten)" oder auch alle Greifvögel einer ganzjährigen Schonzeit, genießen jedoch den Vorteil der Hege durch den Jäger, da dieser seiner gesetzlichen Hegepflicht aus § 1 BJagdG nachkommen muss."
Zitat www.jagdverband.de

Soll ich jetzt weinen oder doch lieber lachen?


02.12.2018
Der meteorologische Winter hat begonnen. Hoffen wir, dass nicht der ganze Dezember so bleibt.
Diese Vögel sind so ein faszinierendes Motiv, dass es selbst bei diesen Witterungsverhältnissen Freude macht ihnen zuzusehen.
Wer weiß wie lange sie noch bleiben. Sie gehörten noch in den 70ern neben den Beutelmeisen zum Standard an unseren
Teichen und vielleicht bleiben sie ja bei uns.
Für mich nicht erstaunlich wie viele "Strandläufer" achtlos an ihnen vorbeigehen. Besonders gefreut habe ich mich über ein
junges tschechisches Pärchen, die die Vögel im Schilf entdeckt hatten. Ihnen konnte ich neben dem Namen etwas mehr
über die Bartmeisen erzählen.
Wieso? Beide hatten Fragen und Sie sprach gut deutsch.
Aufnahmedaten aller Bilder: Verschlusszeit 1/200s; Blendenzahl 4.0; ISO 800; Objektiv EF500mm f/4L IS II USM
Aufnahmezeit 13:04:52 Uhr; leicht geschnitten und entwickelt (leicht bearbeitet):


01.12.2018
Der Dezember beginnt mit Eisregen und einer Treibjagd im Grubengelände Olbersdorf.
Gegen 10 Uhr hat der wiedereinsetzende Regen glücklicherweise aufgehört und nach einer halben Stunde habe ich mir das Vertrauen
der Vögel "erstanden". Von weitem klingen die Schüsse der Besitzer des Grünen Abiturs und der Lärm ihrer Gehilfen zum See herüber.
Treibjagd, wohl die hässlichste und gefährlichste Form des "Jagens" in unserer Zeit. Deshalb wird dieser Begriff offiziell nicht gern
benutzt, Bewegungsjagd bzw. Drückjagd klingt für dieses Gemetzel medienfreundlicher.
"Wenn denn schon Jagd in Deutschland und Europa unvermeidlich zu sein scheint, Jäger würden eher akzeptiert, wenn sie sich selbst und die Jagd gründlichen Reformen unterzögen! Ob es allerdings in Deutschland zu wirklichen Reformen sowohl im Selbstverständnis der Jäger als auch in der Gesetzgebung kommen wird, darf bezweifelt werden. Nach der Lektüre von „Jagen in Brandenburg“ beschlossen vom Landesjagdverband im Mai 2015 –ein Positionspapier, das geprägt ist von der „Standortbestimmung Jagd“, verabschiedet 2013 vom Deutschen Jagdverband –werden Zweifel massiv verstärkt. Anscheinend ist ein beträchtlicher Teil der deutschen Jägerschaft beratungsresistent, weiterhin Vorstellungen verhaftet, die vor Jahrzehnten en vogue waren.
Eigentlich sehr bedauerlich…"
Zitat: Dr. Reinhard Scharnhölz, Jahrgang 1943, Tierarzt im Ruhestand, seit 1979 im Rheinland lebend;
u. a. Mitglied der DGS (Deutsche Gesellschaft für Säugetierkunde e.V.)

Ich atme kräftig durch. Vor mir liegen zwei bis drei wunderschöne, aber auch anstrengende Stunden am Ufer des O-Sees.